Management-Coaching zwischen Vertraulichkeit und Firmeninteressen – eine Frage der Unternehmenskultur?

  • Im aktuellen Blogbeitrag  zum Coaching Kongress 2015 wird von Dr. Christoph Schneck die Rolle des Management Coachings im Spannungsfeld zwischen Person und Organisation betrachtet. Auf welcher Ebene des Systems stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Vertraulichkeit und Firmeninteressen eigentlich?

    Als ich das Thema für den Coaching Kongress 2015 auf der Abschlussveranstaltung des Kongresses 2014 hörte, fragte ich mich sofort, ob dieses Spannungsfeld zwischen Vertraulichkeit und Firmeninteresse überhaupt auf der Ebene zu erklären und zu lösen ist, auf der es auftaucht. Seit diesem Zeitpunkt begleitet mich diese Frage bei meinen Management-Coachings und den theoretischen Vertiefungen meiner Arbeit. Das Coaching Thema des Kongress wirkte bei mir wie ein spezieller Fokus unter dem meine Arbeit im vergangenen Jahr stand. Die Ergebnisse dieser Reflektion werde ich in meinem Vortrag skizzieren.

    Nur so viel:  Für Christopher Rauen sind Vertrauen und Coaching in besonderer Weise miteinander verbunden: Wer durch ein Coaching seine Entwicklung gestalten möchte, benötigt Vertrauen. Vertrauen darin, dass eine solche Entwicklung möglich ist. Vertrauen in das Coaching. Vertrauen in den Coach. ‚Vertrauen und Vertraulichkeit mit dem Klienten aufbauen‘ steht daher sicherlich ganz bewusst auch als dritte von elf Kernkompetenzen in den Richtlinien des ICF. Gleichzeitig hat die Firma oder das Unternehmen, als zweck- und zielgerichtete Organisation natürlich Interessen, die sie mit Coaching verbindet. Auf bayrisch sagt man: ‚wer zahlt, schafft an‘.

    Dieses Spannungsfeld zwischen Vertrauen/Vertraulichkeit und Firmeninteressen lokalisiert sich im Management-Coaching in der Rolle bzw. in der Schnittmenge zwischen Person und Organisation. Genau in dieser Schnittmenge ist Management-Coaching angesiedelt, wie es die nachfolgende Darstellung zeigt:

    Person, Rolle, Organisation, Coach (in Anlehnung an Lohmer (2012), Gesundes Führen, S.60) @ ChSchneck

    Person, Rolle, Organisation, Coach (in Anlehnung an Lohmer (2012), Gesundes Führen, S.60) @ ChSchneck

     

    Nach meiner Auffassung ist es im Wesentlichen die Aufgabe des Management-Coachs (gerne mit Unterstützung eines professionellen Personalmanagements und des Coachees), dieses Spannungsfeld professionell zu gestalten.
    In einem Ansatz eines Management-Coaching werden die Person und die Organisation gleichermaßen berücksichtigt. Management-Coaching als Element des Unterstützungsprozesses Personalmanagement wird dabei wesentlich von der Strategie aber insbesondere von der Unternehmenskultur beeinflusst.
    Meine Literaturrecherchen im letzten Jahr haben ergeben, dass es bisher wenig zur Coaching-Kultur gibt. Interessanterweise gibt es (nach meiner Recherche) überhaupt nichts zur Verbindung zwischen Unternehmenskultur und Coaching Kultur! In meinem Vortrag werde ich anhand von drei Fallbeispielen verschiedene Coaching-Kulturen skizzieren sowie meinen Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen Vertraulichkeit/Vertrauen und Firmeninteressen in diesen Management Coachings aufzeigen und beispielhaft zur Diskussion stellen.

     

    schneck_christof Reflexionen und Antworten zu den aufgeworfenen Fragen wird Ihnen Dr. phil. Dipl. Kfm. Christof Schneck in seinem Vortrag „Coaching zwischen Vertraulichkeit und Firmeninteresse – eine Frage der Unternehmenskultur?“  am 1. Kongresstag, 26.3.2015 von 11:00 – 11:45 Uhr vorstellen. Dr. Schneck ist Gestalttherapeut (DVG) und Senior Coach (DBVC) und nach einer langjährigen Karriere als Alleingeschäftsführer seit über zehn Jahren als Coach, Berater und Seminarleiter tätig.

    Details zum Vortrag finden Sie hier.

 

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