Vertrauen ist gut… Kontrolle ist besser

  • Coaching-Kongress 26.-27.3.2015Gilt dieser Spruch auch für Coaching? Wer sollte wem vertrauen bzw. wer sollte wen wobei kontrollieren? Das sind keine akademischen Fragen, denn trotz vereinbarter Vertraulichkeit haben Unternehmen auch ein berechtigtes Interesse am Ergebnis von Coachingmaßnahmen. Nur – wer berichtet wem, wo sind die Grenzen? Aus der Sicht von Coaches rührt das Kongressthema an ein Tabu: Welche Aufträge nehme ich – aus wirtschaftlichen Gründen – auch mit Bauchschmerzen an, bzw. wie klar lehne ich ab, wenn die Firmeninteressen gegenüber dem Interesse des Coachees überwiegen.

    Prüfen Sie mal Ihre eigenen Assoziation zu „Coaching heute: Zwischen Vertraulichkeit und Firmeninteressen“. Folgende Aspekte finden wir – die Kongress-Organisatoren – spannend:

    • Verständnis von Coaching in einer gegebenen Unternehmenskultur: Persönlicher Entwicklungsprozess für Führungskräfte vs. impliziter Auftrag der nächsthöheren Führungskraft: „bieg mir den mal hin, sonst bekommt er gleich die Abmahnung“ – Coaching als ‚last chance‘ vor unfreiwilligem Exit
    • Handhabung des Konfliktdreiecks aus Sicht von Coaches: ‚Eigenes wirtschaftliches Interesse‘ – ‚Firmeninteresse‘ – ‚Klientenanliegen‘: Wie erkennen sie die „rote Linie“ ab der ein Auftrag abzulehnen wäre?
    • Je höher die FK in der Organisation angesiedelt ist, desto geringer wird das Dilemma: Bei einem Vorstand sollte Firmeninteresse = Eigeninteresse (wenigstens weitgehend) sein.
    • Innovative Settings zur Bearbeitung der Trilemma-Situation: vom Coach beobachtete 2er-Runde FK-MA: Wie sprechen die beiden miteinander, wie klären sie Auftrag / Anliegen des potenziellen Coachees? Systemische Sicht: Einbeziehung des relevanten Umfeldes der zu coachenden FK – also insbesondere die vorgesetzte FK des Klienten, 360-Grad-Feedback zu Beginn und zum Abschluss des Coachings – die Methode von Marshall Goldsmith? Generell: Systemische Arbeit an Beziehungen des Klienten zu MA, Kollegen, Vorgesetzten, externem Unternehmensumfeld? Überführung der Vereinbarungen aus dem Coaching in konkrete Zielvereinbarungen Vorgesetzter – Coachee?
    • Legitimität des Firmeninteresses: Wo liegt sie, wie lässt sie sich in das Coaching einbauen – Erwartung der Firma, dass die zu coachende FK konkrete Verbesserungsmaßnahmen erreicht – und die unternehmerischen Verbesserungsziele als  eigene Wachstumspotenziale akzeptieren lernt?
    • Rolle der Personalentwicklung – ist die PE wirklich ein akzeptierter Verhandlungspartner bei  der Kontraktgestaltung? – Wenn die PE „gut“ ist, dann wird das 3er-Setting zum 4er Setting: PE-FK-Klient-Coach, was bei der Prozessgestaltung zu berücksichtigen ist.
    • Kontrakt: Wer schließt den Kontrakt? Wie geht der Coach mit dem Ansinnen der Firma um, während des Prozesses entgegen der Absprache „mal zu erfahren, wie sich unser Coachee denn so anstellt“ – natürlich „streng vertraulich“.
    • Wie muss sich Coaching weiterentwickeln, dass diese verdeckten / offenen Konflikte in „Wirkung“ umgesetzt werden – sowohl für das Unternehmen als auch für den Klienten, wohl wissend, dass es aus logischer Sicht keine eindeutige Lösung für Dilemmasituationen gibt.
    • Gefahr bei dem Kongressthema: Verharren im gegenseitigen (An-) Klagen. Chance bei dem Kongressthema: Erarbeitung von Prüfkriterien, „Tools“, Prozessgestaltungen, die tatsächlich Mehrwert für alle „Systemelemente“ schaffen

    Wir sind alle sehr gespannt auf die Beiträge der Referenten. Das Thema ist vielleicht ein Nischenthema, aber mit viel Brisanz für die Coach-Identität.

    Lassen Sie sich überraschen vom Kongress-Programm. Bis Ende Juli soll das Programm stehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

    Anmelden können Sie sich natürlich schon jetzt – aber mindestens „Save the Date“ 26.-27. März 2015!

    Danke an Prof. Ulrich Lenz für die Ideensammlung.

     

  • Coaching-Kongress 2018

     

    Banner des Coaching-Kongresses 2018 am 22.-23.2.18

     
    Schwerpunkt: Lebensphasen-orientiertes Coaching

    Wann und wo:
    22.-23. Februar 2018
    Stadthalle Erding
    Alois-Schießl-Platz 1
    85435 Erding bei München

    Erdinger Coaching-Preis:
    Preis für beste Abschlussarbeit und Forschungsarbeit zu Coaching

    TeilnehmerInnen:
    Coachs, Führungskräfte, Unternehmensvertreter aus dem Bereich HR, Studierende, ForscherInnen im Bereich Coaching

    Veranstalter:
    Hochschule für angewandtes Management,
    Fakultät für Wirtschaftspsychologie

    Kontakt:
    orga@coaching-kongress.com

  • Live auf YouTube

     

    Impressionen vom Coaching-Kongress 2016

  • Blog abonnieren

     

    Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

  • Save the date 2018

     

    Reservieren Sie sich schon jetzt den Termin für den Coaching-Kongress 2018: 22.-23. Februar 2018.