Thesen 2014

  • Was sind für Sie „Königswege und Irrwege im Coaching…“? Welche Aspekte sind aus Ihrer Sicht entscheidend, wenn es um die Qualität im Coaching geht?

     

    Die Thesen der ReferentInnen lauten:

     

    Königswege im Coaching…

    • die Begegnung zwischen Coach und Coachingpartner (Dr. Heidi Möller)
    • die Entschleunigung, sich den „Luxus“ zu leisten, genau hinzuschauen, nicht an der Oberfläche zu bleiben und den anderen in seiner Welt – soweit überhaupt möglich – zu verstehen (Stephan Daniel Richter)
    • Einen Königsweg im Coaching gibt es nicht. Das wäre das Ende der Dialog- und Lernbereitschaft in alle Richtungen. Wir sollten nicht adelige Wege gehen, sondern Klienten auf deren Wegen begleiten oder  ihnen ihre Wege bereiten. (Dr. med. Björn Migge)
    • die Berücksichtigung narzisstischer Phänomene im Management (Dr. phil. Christof Schneck)
    • nützliche interpretations- und annahmenfreie Kooperation mit dem Klienten,  seine oder ihre Ressourcen stets im Blick auf dem Weg zum Ziel des Klienten (Kirsten Dierolf)
    • den Menschen als Ganzes zu sehen. (Paola Molinari)
    • Ein Königsweg im Coaching ist ein Irrweg. Ein Irrweg im Coaching ist ein Königsweg. Wir wissen inzwischen schon recht genau,  was sinnvoll ist/wäre … aber wen interessiert das schon? (Thomas Webers)
    • minimaler Methodeneinsatz für maximalen Nutzen für den  Coaching-Kunden: individuell, punktgenau – mit Emotionen Erfolge bewegen. Und: „Mit  Freude läuft’s besser!“ (Cora Besser-Siegmund)
    • lebendiger und offener Diskurs und Wissensaustausch zwischen Praxis und Wissenschaft über die Wirksamkeit von Coaching und einzelner Methoden, sowie der praktischen und theoretischen Grundannahmen. Zusammen können Wissenschaft und Praxis die Wirksamkeit von Coaching von bisher schwachen zu starken Ergebnissen steigern. (Prof. Dr. Siegfried Greif)
    • sorgsame gemeinsame Arbeit von Coachee und Coach als Person und Rollenträger in verschiedenen Systembezügen (Prof. Dr. Bernhard Hauser)
    • sich mit seinem Coachingansatz und dem Coaching-Vorgehen ständig kritisch zu reflektieren und offen zu sein für neue Impulse (Klaus Bodel)
    • die richtige Mischung aus Kunst, Handwerk und Persönlichkeit des Coachs abgestimmt auf Anliegen und Persönlichkeit der Klient/innen (Dr. Eva-Maria Graf)
    • wenn wir auch in Zukunft gute Coachs ausbilden (Prof. Dr. Eric Lippmann)
    • eine authentische, wertschätzende, zielorientierte Haltung des Coachs und die daraus resultierende Beziehungsqualität zwischen Coach und Kunde (Margret Fischer)
    • Es ist wichtig in Beratung und Coaching über ein theoretisch fundiertes Konzept zu verfügen. Ähnlich wie in der Musik braucht man eine Struktur, über die man improvisieren kann. (Prof. Dr. Claas Triebel)
    • auf die Selbstlernkompetenz der Coachees (Klienten, Führungskräfte) zu setzen. Ein „Königweg“ kann deshalb nur vom Coachee selbst entwickelt werden! (Stefan Scholer)
    • eine fundierte Prozessgestaltung, die transparent ist, den Klienten auch emotional aktiviert und konsequent seine Selbstwirksamkeit stärkt (Sabine Burkhardt)
    • in Situationen des Wandels Orientierung zu geben vor dem Hintergrund der individuellen Persönlichkeit des Klienten sowie der Unternehmenskultur und organisationaler Strukturen (Dr. Alexandra Michel und Katrin Bickerich)
    • überdurchschnittliche Wahrnehmungsgenauigkeit (Martina Schmidt-Tanger)
    • Den Königsweg im Coaching gibt es nicht. Denn der Coachingprozess ist ein individueller Weg des Klienten mit Unterstützung seines Coaches. (Dr. Melanie Hasenbein)
    • noch stärker als bislang von der klinischen Psychologie bzw. der Psychotherapie zu lernen (Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt)
    • von jedem Klienten aufs Neue zu lernen (Daniela Blickhan)
    • die Persönlichkeit des Coaches – denn der Mensch ist der Wirkstoff (Sabine Asgodom)
    • Coaching-Prozesse Kontext spezifisch, personenorientiert und themenzentriert zu gestalten (Peter-Paul Gross)
    • ein klarer Ist-Soll Vergleich, so dass Unterschiede durch die Veränderungsarbeit wahrnehmbar werden (Prof. Dr. Jutta Heller)
    • profunde Kenntnis der Ressourcen und Defizite des Menschen, was nicht ohne wissenschaftlichen Hintergrund möglich ist (Prof. Dr. Dr. Serge Sulz)
    • wenn für Klienten die Methode und der Coach genau passen und dadurch ein gewünschter Entwicklungserfolg erreicht wird (Prof. Dr. Axel Koch)
    • der Weg, der den Klienten (die Klientin) zu seiner ganzen Größe und zu seinem Ziel führt (Monika Wastian)
    • nachdenkliche Nähe auf Augenhöhe bei der gemeinsamen Reflexion über Klientenangelegenheiten  (Dr. Wolfgang Looss)
    • die Selbstbefähigung des Coachee durch ein personenunabhängiges zur Verfügung gestelltes Lerndesign (methodische Struktur) um selbstorganisierte eigene Erfolgsvoraussetzungen durch den Coachee zu ermöglichen (Dr. Rolf Meier)

     

    Irrwege im Coaching…

    • die reine Toolorientierung (Dr. Heidi Möller)
    • ein rein ökonomisch ausgerichtetes „Fitmachen“, um noch schneller und effektiver wirtschaftsdienlich zu sein (Stephan Daniel Richter)
    • entstehen oft, wenn Coaches sich in ihrer Rolle zu wichtig nehmen oder Anhänger von Ideologien oder allzu fertigen Menschenbildern sind (Dr. med. Björn Migge)
    • die Nicht-Berücksichtigung narzisstischer Phänomene im Coaching (Dr. phil. Christof Schneck)
    • sind Klassifikation, Interpretation und Annahmen über den Klienten zu treffen und sich von schlecht passender Theorie leiten zulassen anstatt die Aufmerksamkeit auf den Zielen und Ressourcen des Klienten zu haben (Kirsten Dierolf)
    • zu glauben, dass der Mensch in Beruf- und Privatleben aufgeteilt werden kann (Paola Molinari)
    • rein kognitives Fachsimpeln ohne die Weisheit der Emotionen zu nutzen (Cora Besser-Siegmund)
    • lokale Mini-Konzepte und Methoden, deren Wirkungen und Nebenwirkungen nur behauptet, aber nicht überprüft und diskutiert werden. Abschottung der Schulen und Konzepte ohne (selbst-)kritische Diskurse und ohne Zusammenarbeit mit der Wissenschaft zur Verbesserung der Wirksamkeit produzieren viele kleine Irrwege, die ihr Scheitern jeweils einzeln, aber auch zusammen selbst vorprogrammieren, weil sie praktisch zu geringe Wirkungen erzielen. (Prof. Dr. Siegfried Greif)
    • die zu starke Konzentration auf das Individuum unter Vernachlässigung der Vergemeinschaftung. Coaching macht nur dann Sinn, wenn die dabei entstehende Energie Impulse in der Organisation setzt. (Prof. Dr. Bernhard Hauser)
    • sich dogmatisch an seinem Coaching-Ansatz zu klammern und jedwede kritische Betrachtung auszuschließen (Klaus Bodel)
    • Pauschalrezepte und vorgefertigte, normierte Agenden (Dr. Eva-Maria Graf)
    • wenn der Werbespruch gilt: „Alles Coaching…oder was?“ (Prof. Dr. Eric Lippmann)
    • das pure Anwenden von Methoden und Techniken (Margret Fischer)
    • Wer glaubt den Königsweg gefunden zu haben, hat womöglich soeben einen Irrweg beschritten. (Prof. Dr. Claas Triebel)
    • wenn der Coach nicht nur die Prozess-, sondern auch die Ergebnisverantwortung für das Coaching übernimmt. Das entmündigt. Die Ergebnisverantwortung liegt alleine beim Coachee! (Stefan Scholer)
    • die kognitive Einbahnstraße oder „Reden über statt Erleben“ (Sabine Burkhardt)
    • organisationalen Change Prozessen im Coaching keine Beachtung zu schenken  (Dr. Alexandra Michel und Katrin Bickerich)
    • Selbstüberschätzung (Martina Schmidt-Tanger)
    • wenn Forschung und Praxis keinen Weg zueinander finden (Dr. Melanie Hasenbein)
    • zu glauben, dass alleine das Präfix „Neuro“ für qualitativ hochwertige Coaching- bzw. Veränderungskonzepte bürgt (Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt)
    • das Tempo der Entwicklung vorzugeben. Gras wächst nämlich auch nicht schneller, wenn man daran zieht. (Daniela Blickhan)
    • eine mechanistische Sichtweise, die Menschen „reparieren“ will (Sabine Asgodom)
    • beim Ergebnis ein Wunder zu erwarten und/oder zu versprechen (Peter-Paul Gross)
    • wenn eine Methode das Allheilmittel sein soll, wenn Mitarbeiter gecoacht werden, obwohl eigentlich die Führungskraft den „Bedarf“ hat, wenn Führung nicht stattfand und der Coach dann die Probleme lösen soll (Prof. Dr. Jutta Heller)
    • der Verzicht auf schmerzliche Emotionen (Prof. Dr. Dr. Serge Sulz)
    • wenn sich Anbieter, Verbände oder Forschung darüber streiten, welche Qualität und welcher Ansatz der Beste ist und der Klient dadurch keinen Mehrwert hat (Prof. Dr. Axel Koch)
    • wenn die Coaching-Professionalisierung beim Streben nach Qualität den Tod durch „Over-Engineering“ und „Over-Standardization“ erleidet (Monika Wastian)
    • alles Vorgedachte, Besserwisserische, Schematische, Modische (Dr. Wolfgang Looss)
    • durch noch so schöne Worte und waghalsige Definitionen von Coaching, letztlich den Menschen nicht nur zu bevormunden sondern auch abhängig vom Experten „Coach“ zu machen (Dr. Rolf Meier)
  • Coaching-Kongress 2018

     

    Banner des Coaching-Kongresses 2018 am 22.-23.2.18

     
    Schwerpunkt: Lebensphasen-orientiertes Coaching

    Das vorläufige Programm für den Coaching Kongress 2018 finden Sie hier

    Wann und wo:
    22.-23. Februar 2018
    Stadthalle Erding
    Alois-Schießl-Platz 1
    85435 Erding bei München

    Erdinger Coaching-Preis:
    Preis für beste Abschlussarbeit und Forschungsarbeit zu Coaching

    TeilnehmerInnen:
    Coachs, Führungskräfte, Unternehmensvertreter aus dem Bereich HR, Studierende, ForscherInnen im Bereich Coaching

    Veranstalter:
    Hochschule für angewandtes Management,
    Fakultät für Wirtschaftspsychologie

    Kontakt:
    orga@coaching-kongress.com

  • Live auf YouTube

     

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