Welcome to VUCA-World – Die resiliente Organisation

  • Die resiliente Organisation

    Photo © pexels.com

    In seinem Blogartikel zum Coaching-Kongress 2017 schildert Markus Väth, was sich hinter dem Kürzel VUCA verbirgt, was dieser Begriff mit Ihrer Organisation zu tun hat und warum Resilienz eine ganz entscheidende Fähigkeit für künftigen Unternehmenserfolg wird:

    Hassen Sie auch Blogartikel, deren Titel bereits zwei buzzwords  enthalten? Kann ich verstehen. Doch in diesem Fall kommen wir leider nicht drum herum. „VUCA“ und „Resilienz“ sind Begriffe, die unsere Arbeitswelt von morgen entscheidend prägen werden. Und weil das so ist, springt man besser mittenrein ins Thema.

    VUCA ist die Abkürzung für das englische „volatile“, „uncertain“, „complex“ und „ambiguous“ und beschreibt die Welt um uns herum, wie sie heute nun mal ist: dynamisch, schnell, hxperkommunikativ, unvorhersagbar. Das kann man mögen oder nicht: VUCA makes the world go round, und das wird die nächsten Jahrzehnte (mindestens) so bleiben. Daher stellt man sich besser heute als morgen auf diese komplexe Welt ein, kreiert Ideen und Lösungen, mit denen beispielsweise Organisationen nicht nur auf der VUCA-Welle schwimmen, sondern stilvoll und innovativ surfen können.

    Eine Philosophie, die mit vollem Herzen in der VUCA-Welt von heute zu Hause ist, heißt New Work. Von den Tagen ihres Begründers Frithjof Bergmann bis zu der heutigen Bewegung hat sich New Work stetig gewandelt, bis zu den großen Leitlinien der Organisationsentwicklung für die VUCA-Welt: Digitalisierung, Demokratisierung, Dezentralisierung. Allen drei großen Herausforderungen müssen sich Organisationen heute stellen, und dies tun sie am besten mit einer Eigenschaft, die im organisatorischen Kontext lange unterschätzt wurde: Resilienz.

    Viel ist in der Wirtschaft die Rede von Innovationszwang, von umfassender Digitalisierung  und „disruptiven“ Technologien. Aber von Resilienz? Eher weniger. Dabei verleiht Resilienz Widerstandskraft und Flexibilität gleichzeitig – eine höchst wertvolle Eigenschaft für das heutige komplexe Wirtschaftsgeschehen. Resiliente Organisationen sind besser auf die Dynamik der schnellen, globalisierten Wirtschaft eingestellt als andere, denn sie verteilen Entscheidungen, Effektivität und Effizienz auf viele Schultern. Nicht mehr Zentralisierung und langsame Entscheidungswege sind gefragt, sondern die kluge Anwendung der oben genannten „3D“: Demokratisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung.

    Resilienz ist die Fähigkeit, auch unter widrigen Umständen handlungsfähig zu bleiben, klug zu reagieren, stark zu sein, ohne in Starrheit zu verfallen. Resilienz ist eine Fähigkeit im Kontext des Passiven: Wenn man krank ist, wird Resilienz wichtig. Wenn man sich verändern muss, wird Resilienz wichtig. Und wenn eine Organisation von der VUCA-Welt umgekrempelt wird, kann sie ohne Resilienz ebenfalls einpacken. Doch um Resilienz aufzubauen, muss man erst einmal akzeptieren, dass es Dinge gibt, die einen tatsächlich umwerfen können. Eine solche Möglichkeit ist im glory speak heutiger Management-Literatur gar nicht vorgesehen. Da sind immer noch die markanten, heldenartigen Entscheider skizziert, die immer genau wissen, wo’s langgeht. Reagieren müssen die gar nicht, weil sie mit hellseherischer Fähigkeit die Bewegungen des Marktes erspüren und Innovationen früh fördern und treiben. Denken sie jedenfalls.

    Dass oft das Gegenteil der Fall ist, sieht man täglich in den Nachrichten. VW, Siemens, ING-Diba, Deutsche Bank und so weiter: Sind es nicht Skandale, dann Massenentlassungen, die für unrühmliche Schlagzeilen sorgen. Zeit also, vom alten Ross der Selbstüberschätzung und der angeblichen Kontrollierbarkeit aller Faktoren herunterzukommen und sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Und die sind, nun ja, eben VUCA. Es braucht Mut, sich dieser neuen Welt zu stellen. New Work will diesen Mut vermitteln – und auch Fähigkeiten wie die organisatorische Resilienz. dann klappt’s auch mit dem Surfen.

    Markus VäthMarkus Väth begleitet seit über 10 Jahren Organisationen beim Paradigmenwechsel von alter zu neuer Arbeitswelt, von Old Business zu New Work. Sein Vortrag findet am 2. Kongresstag, 17.02.2017 von 11:45 – 12.30 Uhr statt.

    Mehr Details zum Vortrag finden Sie hier…

 

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